13.1 Bildschirm in echtem 3D

Erstellt ab 21.10.2018 von Stephan Mischnick

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Das hier links ist ein Kristall-Kubus, in den mittels eines Laser-Systems mein Foto in 3D eingebrannt wurde.

Diese Technik ist (genau wie der Kubus) rund 10 Jahre alt und vielleicht sogar schon älter.

Aber es gibt noch eine Zeichnung von mir die Ihr sicherlich schon auf dem Hauptmenü gesehen habt, die dort aber nur als "Zierde" eingebunden wurde. Es ist eine Idee, die ich ebenfalls vor etwa 10 Jahren, so um 2008 herum hatte, als ich von der Arbeit heim kam und mich im Lehnsessel zurücklehnte und über meine Arbeit als Laser-Anlagenführer nachdachte:




Mag ich nun von den Erschaffern der Kristallkubusse inispiriert worden sein, oder eben diese Erschaffer von meinen "Risszeichnungen", das vermag wohl heute (2018) niemand mehr sagen. Jedenfalls gehörte damals (ca. 2008) noch eine zweite Grafik zu dem damaligen Brainstorming:



Ja, und mit dieser Überlegung begannen in etwa um 2005 herum meine Ideen, mein Brainstorming zum Thema:

Echter 3-D-Bildschirm


Zunächst begann ich, mir zu überlegen, wie es wohl sinnvoll wäre erst einmal einen einzigen Punkt in einem beliebigen Medium erzeugen zu können. Frei nach dem Motto: "Der Punkt des Seins."

Wer das jetzt belächelt, der möge doch bitte vielleicht zu dem Artikel mit der LED klicken und dort trivialere Dinge betrachten. (Aber Vorsicht: Möglicherweise ist die LED-Technik nachher noch der Schlüssel zum Erfolg !)

Unsere Fernsehtechnik begann ja ebenso mit der allseits bekannten Nipkow-Scheibe ( https://de.wikipedia.org/wiki/Nipkow-Scheibe ), die ja auch nur ein Modell eines späteren hochauflösenden Fernsehers war. Dies Scheibe wurde zur Zeit ihrer Entstehung gewiss ebenso belächelt.

Aber weiter:

Ich dachte daran, ein transparentes Medium zu nutzen und in einem Punkt (zunächst erstmal) ein erhöhtes Energieaufkommen zu erzeugen. So entstand damals die Zeichnung mit den drei kartesisch angeordneten Lasern.

Schnell erkannte ich, dass es erstens viel zu aufwendig ist, die drei Laser genau auf einen (sagen wir mal 0,3 mm großen) Punkt zu lenken und zweitens ergaben meine weiteren Überlegungen, dass ja ein einziger Laser genügen könnte um den selben Effekt (einer Energiekonzentration in einem Punkt) zu erzeugen.


So ist es dann zur dieser zweiten Zeichnung gekommen, die ja offensichtlich schon einmal in einem Glaskubus mit großem Erfolg funktioniert.

Nun ist es aber so, dass der Glaskubus ein statisches Bild liefert (was im Übrigen tatsächlich echte Drei-Dimensionalität ist). Einmal eingebrannt, bleibt das Bild erhalten, solange der Glaskubus intakt ist.

Was wir nun aber als zweites berücksichtigen müssen,  um einen 3D-Bildschirm zu entwerfen, ist die Tatsache, dass sich die Bilder bewegen können sollten, oder zumindest in ein und dem selben Kubus verschiedene Bilder "hineinprojiziert" werden können.


Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, dass die zweite Methode der Laserfocussierung (siehe "Fluoreszenzmodell") zwar schon funktioniert, aber das Medium noch nicht das Richtige ist, bzw, sich noch niemand echte Gedanken um ein anderes Medium gemacht hat, was wechselnde Bilder erlaubt.

Daher benötigen wir ein "Pflichtenheft" für das zu benutzende Medium, was ich hier einfach als Liste darstelle:

  1. Das Medium muss (erstmal weitestgehend) durchsichtig sein.
  2. Das Medium muss ab einem gewissen Laser-Energie-Level zu leuchten anfangen
  3. Das Leuchten muss eine Art "Schmitt-Trigger-Effekt" haben.

Zu 1.)

Liebe Tüftler, macht bitte nicht gleich den  zweiten Schritt vor dem ersten. Es ist erstmal egal, ob das Medium kristallklar ist. So etwas kann man in einer weiteren, zweiten Testreihe herausbekommen. Die Nipkow-Scheibe war ja auch nicht gleich ein fertiger Farbfernseher.

Zu 2.)

Es ist ein Medium zu finden (und eine dazu passende Laser-Wellenlänge), das sprunghaft ab der im Fokus des Lasers herrschenden Energiemenge anfängt zu leuchten, oder aber wenigstens irgend eine Wellenlänge abstrahlt. Auch hier bitte nicht den Fehler begehen, gleich sichtbares Licht erzeugen zu wollen. Auch dies kann bequem in einer zweiten Testphase ersonnen werden.

Zu 3.)

Das Leuchten müsste abschließend so eingestellt werden, dass es möglichst kleine Anstiegs- und Abfallrampen des Leucht-Effekts hat, damit die Punkte bei bewegten Bilder nicht verschmieren. Aber bitte, meine Damen und Herrn, dieses ist gewiss der letzte Schritt der dann noch ersonnen werden müsste, wenn die vorherigen Schritte bereits funktionieren.

Abschließend sei noch gesagt, das sich Gase wohl eher nicht eignen, ich könnte mir aber vorstellen, dass man beispielsweise einem Gel schon die vorgenannten Eigenschaften "beibringen" könnte.

Es muss auch nicht in bekannten Wellenlängen gearbeitet werden, man denke nur an MASER oder Mikrowellen. Der Effekt von leuchtenden Gasen bei Betsrahlung mit Mirkowellen dürfte ja durchaus bekannt sein. Wenn man die betreffenden Gase beispielsweise chemisch in ein Gel "einbauen" könnte, hätte man vielleicht schon mit einem LASER mit der Wellenlänge einer Mikrowelle den halben Erfolg geschafft.

So, liebe Tüftler, Firmen und Gelehrten, Ihr mögt lächeln, lachen und "prusten", aber der Herr Nipkow war damals ebenso auf dem richtigen Wege, wie der Herr Ganswindt (der Erfinder des Hubschraubers).

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Ganswindt

Abschließend möchte ich noch kurz darüber philosophieren, dass der spätere  Bildschirm an sich ja nur von vier Seiten aus betrachtet werden kann, denn mit der einen Fläche steht er ja auf dem Tisch (wenn er nicht gerade in einem Raum aufgehängt ist) und die gegenüberliegende Fläche (wird dann später wohl oben sein) ist ja mit der Laserausstattung belegt.

Trotzdem böte sich ja eine echte 3-D-Ansicht, denn man könnte das Bild im Bildschirm noch auf elektronischem Wege drehen, kippen, zoomen.




In diesem Sinne,


mal ran an den Stoff,


Euer Strippenstrolch,


 







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